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Feuerbestattung

 

 

  Urnenbeisetzung

 

Urnenbeisetzung / Feuerbestattung



Unter einer Feuerbestattung versteht man die Veraschung des Leichnam. In der westlichen Welt erfolgt die Verbrennung in einem Krematorium. Die Urnenbeisetzung folgt dann gewöhnlich einige Tage später.

Die Verbrennung der Verstorbenen ist seit langer Zeit in der Welt weit verbreitet. Die Asche wird  in der Regel verstreut oder auch in der Erde beigesetzt. Für das Verstreuen sei hier die Seebestattung erwähnt. Sollte die Asche jedoch aufbewahrt werden, erfolgt dies in speziellen, dafür vorgesehenen, Urnen. Dann kann diese auf einem Friedhof beigesetzt werden. So haben die Angehörigen die Möglichkeit die letzte Ruhestätte des Verstorbenen bei einer Urnenbeisetzung immer wieder zu besuchen.

Das erste Krematorium wurde 1878 eingerichtet. Nach anfänglicher Duldung durch die römisch-katholische Kirche wurde 1886 die Feuerbestattung als barbarische Sitte verboten. Erst 1964 wurde diese Einschränkung durch die Kirche wieder aufgehoben. Auch in der evangelischen Kirche wird diese Art der Beisetzung heute toleriert. Anders im Judentum und Islam. Hier ist das Verbrennen des Körpers verboten.

In deutschen Großstädten sind heute der überwiegende Teil Feuerbestattungen. Anders ist dies in den ländlichen Gegenden. Die Bestattung durch Verbrennen bedarf in Deutschland einer besonderen Genehmigung, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche nach der Verbrennung nicht mehr möglich ist.

Der Leichnam wird mitsamt Sarg in einen dafür vorgesehenen Verbrennungsofen geführt und dann verbrannt. Der Ofen erreicht eine Temperatur von bis zu 1200 Grad. Trotzdem endet der gesamte Verbrennungsprozess erst nach ca. 90 Minuten.

Die verbleibende Asche muss nach deutschem Gesetz auf einem Friedhof beigesetzt werden. Jedoch ist es auch möglich die Urnenbeisetzung in freier Natur vorzunehmen. Dies jedoch nur auf dafür vorgesehenen und genehmigten Flächen möglich. Hier wird die Asche in einer biologisch abbaubaren Urne im Bereich großer Bäume in die Erde eingelassen.